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    > Programm der CD         > Notiz zur Musik         > Lebenslauf         > Werkliste (Auswahl)

     

     


     

    Programm der CD

           
      Fünf Bruchstücke 07:31  
      für Klarinette und Klavier (1997)    
    1 I 01:13 anhören
    2 II 01:06 anhören
    3 III 01:48 anhören
    4 IV 01:15 anhören
    5 V 02:09 anhören
      Jörg Widmann, Klarinette    
      Silke Avenhaus, Klavier    
           
    6 étude III 06:38 anhören
      für Violine solo (2001/2002)    
      Carolin Widmann, Violine    
           
      Freie Stücke 25:29  
      für Ensemble (2002)    
    7 I 01:16 anhören
    8 II 06:18 anhören
    9 III 02:56 anhören
    10 IV 00:57 anhören
    11 V 02:45 anhören
    12 VI 02:03 anhören
    13 VII 02:37 anhören
    14 VIII 01:01 anhören
    15 IX 02:35 anhören
    16 X 03:01 anhören
      Ensemble Modern    
      Ltg. Dominique My    
           
    17 Fieberphantasie 16:58 anhören
      für Klavier, Streichquartett und Klarinette (1999)    
      Silke Avenhaus, Klavier - Muriel Cantoreggi, Violine    
      Rüdiger Lotter, Violine - Kelvin Hawthorne, Viola    
      Christoph Richter, Violoncello - Jörg Widmann, Klarinette    
           
           

    Zur Musik

     

    Klänge, nicht Töne stehen im Mittelpunkt des Denkens von Jörg Widmann. Er reizt ihre Gestaltung in die Extreme aus. Die Spieler sind nicht selten auf die „höchstmögliche“ oder „tiefstmögliche“ Tonlage verpflichtet. Nicht nur eine maximale Differenzierung findet statt, sondern eine Materialerweiterung in bislang ungehörte Bereiche. Dabei ist weniger die Verfeinerung der Palette der Farben um geräuschhafte Wirkungen erstaunlich, sondern der Umstand, dass Widmann beide Pole der Skalen des Klanglichen erweitert. Nicht nur aperiodisch bunte Reizwirkungen, wie immer häufiger anzutreffen, sondern auch die periodisch sanften Pastelltöne terzengeschichteter Akkorde sind vorhanden. Widmann macht an ihnen aber neue Eigenschaften hörbar.

     

    Jörg Widmann „... schreibt Musik, die wie ein Sog ist. Er spielt Klarinette mit einer Hingabe, dass man jeden Ton, jede Nuance gespannt verfolgt." (Abendzeitung München)

     

    „... Widmann gehört als Klarinette spielender Komponist sowieso zu den Lichtgestalten der jungen Szene. Erschöpfend, grandios.“ (Süddeutsche Zeitung)

     

    Für seine kompositorischen Leistungen erhielt Widmann 1999 den Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung. Im Jahr 2002 wurde Jörg Widmann der Schneider-Schott-Musikpreis und der Paul-Hindemith-Preis verliehen, gefolgt von einem der begehrten Förderpreise der Ernst von Siemens Stiftung im Jahr 2003.

     

     

     


    Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     

    Jörg Widmann, geboren 1973 in München, erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von sieben Jahren. Das Klarinettenstudium absolvierte er zunächst an der Musikhochschule in München bei Gerd Starke und später bei Charles Neidich an der Juilliard School of Music in New York. Als Klarinettist gewann er erste Preise beim Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerb, München, und beim Wettbewerb deutscher Musikhochschulen, Berlin. 1996 erhielt er den Kulturförderpreis der Landeshauptstadt München sowie 1997 den Bayerischen Staatspreis für junge Künstler.

     

    1999 spielte er die Uraufführung der für ihn geschriebenen Musik für Klarinette und Orchester „Über die Linie II" von Wolfgang Rihm mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Dieses Stück führte er auch mit dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Münchner Kammerorchester und dem Royal Philharmonie Orchestra London auf.

     

    Die Kammermusik spielt eine wichtige Rolle im Leben von Jörg Widmann, der regelmäßiger Gast bei zahlreichen Festivals ist, darunter die Berliner Festwochen, der Kissinger Musiksommer, das Kammermusik Festival Schloss Moritzburg und die Musicades Lyon. Er musiziert u.a. mit Natalia Gutman, András Schiff, Heinz Holliger, Christoph Poppen, dem Vogler- und dem Prazak-Quartett.

     

    Seit Oktober 2001 ist Jörg Widmann Professor für Klarinette an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Als Dozent ist Jörg Widmann davor mehrfach hervorgetreten. 1993 hielt er erstmals Vorträge und gab Kurse an der Royal Academy of Music in London, später auch an der Musikhochschule in Lissabon und am Konservatorium in Odessa. 2001 widmete ihm das Londoner Royal College of Music als Klarinettist und Komponist ein Festival. Bereits 1984, im Alter von elf Jahren, begann Jörg Widmann mit seinem Kompositionsunterricht bei Kay Westermann, den er später bei Hans Werner Henze, Wilfried Hiller, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm fortsetzte. Für die Münchner Kammerspiele komponierte er 1998/99 Schauspielmusiken zu Shakespeares „Cymbelin" und Euripides' „Hekabe" (Regie: Dieter Dorn). Sein Debüt bei den Donaueschinger Musiktagen feierte er 2001 mit dem Orchesterstück „Implosion".

     

    Seine Werke werden bei Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Warschauer Herbst, der Biennale Zagreb, der Münchener Biennale, der EXPO 2000 u.a. aufgeführt. Orchester wie die Staatskapelle Dresden, die Münchener Philharmoniker, das Deutsche Sinfonieorchester Berlin und Ensembles wie das Klangforum Wien und das Ensemble Modern spielen seine Kompositionen. 1999 wurde er mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung, 2002 mit dem Schneider-Schott-Musikpreis und mit dem Hindemith Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Jörg Widmann an einer Oper für die Bayerische Staatsoper.

     

     


    Werkliste (Auswahl, Stand: Erscheinungsjahr der CD)

         
    1993        Kreisleriana
        Konzertstück für Violine und Orchester
         
    1993   180 beats per minute
        für Streichsextett
         
    1993   Tränen der Musen
        für Violine, Klarinette und Klavier (rev. 1996)
         
    1993   Fantasie
        für Klarinette solo
         
    1994   Badinerie
        für Flöte solo
         
    1995   Etude I
        für Violine solo
         
    1996   Three Rilke fragments
        für Sopran, Klarinette, Bassklarinette, Viola, Violoncello und Kontrabaß
         
    1996/97   Fleurs du mal
        Klaviersonate nach Baudelaire
         
    1997   Fünf Bruchstücke
        für Klarinette und Klavier
         
    1997   Sieben Abgesänge auf eine tote Linde nach Gedichten von Diana Kempff
        für Sopran, Violine, Klarinette und Klavier
         
    1997   Arlecchino rabbioso
        für selbstspielende Jahrmarktsorgel
         
    1997   Insel der Sirenen
        für 19 Streicher und Solo-Violine
         
    1997   K(l)eine Morgenstern-Szene
        für Sopran, Schauspieler, russisches Cymbalom und Schlagzeug
         
    1997/98   Streichquartett
         
    1998   Duell
        für Posaune und E-Gitarre
         
    1998   Nachtstück
        für Klavier, Klarinette und Violoncello
         
    1998   Schauspielmusik zu Shakespeares „Cymbelin“
         
    1998   Skizze, Splitter, Mosaik
        für Flöte, Harfe und Streichtrio
         
    1998/99   Schauspielmusik zu Euripides „Hekabe“
         
    1999   Fieberphantasie
        für Klavier, Streichquartett und Klarinette
         
    1999   Wandrers Nachtlied
        für fünf Instrumente und Sopran
         
    1999   Ikarische Klage
        für zehn Streicher
         
    1999/2000   ...umdüstert ...
        für Kammerensemble
         
    2000   Dunkle Saiten
        für Violoncello, Orchester und zwei Frauenstimmen
         
    2000   Passacaglia
        für Klaviertrio
         
    2000/2001   Das Echo
        Szene für einen Schauspieler, hohe Frauenstimme und neun Instrumente
         
    2001   Fragment in C
        für Pianoforte
         
    2001   Lichtstudie I
        für Orchester
         
    2001   Implosion
        für Orchester
         
    2001   Polyphone Schatten (Lichtstudie II)
        für Viola, Klarinette und Orchester
         
    2001   Etude II
        für Violoine Solo
         
    2002   Etude III
        für Violine Solo
         
    2002   Freie Stücke
        für Ensemble
         
    2002   Toccata
        für Klavier
         
    2002   Lichtstudie III
        für Klavier
         
    2002   ad absurdum.
        Konzertstück für Trompete und Orchester
         
         



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