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    > Programm der CD        > Notiz zur Musik         > Lebenslauf

    > extended version of "Zimmerrauschen" zum freien Download unter www.hannesseidl.de


     

    "Musik für übers Sofa"

     

     

    1        

    Was mich angeht

    11:21

     

     

    für vier Tenorposaunen (2008)

     

     

     

     

     

     

    Composers Slide Quartet

     

     

     

     

     

     

    2

    The Art of Home Entertainment

    15:02

     

     

    für Violine, Tenorsaxofon, Klavier, Schlagzeug und Zuspielungen (2006)  

     

     

     

     

     

    ensemble Integrales

     

     

     

     

     

    3

    Zimmerrauschen

    8:07

     

     

    Hörstück für Kontrabassklarinette und Umgebungsklänge (2009)

     

     

     

     

     

     

    Theo Nabicht, Klarinette   Hannes Seidl, Elektronik

     

     

     

     

     

     

    4

    Die Anderen - Jetzt Neu!

    20:45

     

     

    für Klavier und Zuspielungen (2003)  

     

     

     

     

     

     

    Sebastian Berweck, Klavier

     

     

     

     

     

     

     

    5

    Leihgabe

    12:19

     

     

    für Violoncello und Mischpultspieler (2007)  

     

     

     

     

     

     

     

    Andreas Lindenbaum, Violoncello   Christoph Franke, Elektronik

     

     


     

    Zur Musik

     

    Pistolenschüsse im Klavierkorpus, vorbeifahrende Autos, kurze Haydn-Zitate; Unterhaltungsmusik aus dem Nebenzimmer, aus extremer Ferne mikrofonierte Kontrabassklarinettenklänge in einer Mischung mit Umgebungsgeräuschen: Hannes Seidls „Musik für übers Sofa“ ist fest im wie auch immer „profanen“ Jetzt verankert. Gedacht, um zu Hause gehört zu werden, verweben sich in den Stücken Alltagsgeräusche mit Kunstmusik; die Stücke zitieren sich gegenseitig, Klänge werden entwertet. Die CD beansprucht Eigenständigkeit, sie simuliert kein Konzert, ist kein Abbild – die Möglichkeiten der CD-Produktion wie Wiederholung, Lautstärkesprünge, Zitat, Mikrophonwechsel etc. werden hier genutzt, um die Hörsituation zu Hause mit der dazugehörigen urbanen Klanggrundierung aus Autos, Geschrei, Popmusik – kurz: den Einbrüchen des Realen zu thematisieren und zu verarbeiten.

    In diesem Sinne verfolgt Seidl ein Komponieren, das auf die gegenwärtigen Veränderungen der Wahrnehmung von Musik reagiert und eine Rückbindung an die Realität vorantreibt. Das Resultat ist eine Musik, die ihre Legitimation nicht aus einer aufs Erhabene zielenden Äußerlichkeit bezieht, die ihren Materialien keine verborgenen „Wahrheiten“ abzuringen sucht, sondern sich als lebendige, diesseitige Kunstform im kulturellen Diskurs behauptet.

    Seidl, Rebhahn, Kritzokat

     


     

    Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     

    Hannes Seidl, geb. 1977 in Bremen, studierte Komposition an der Folkwang Hochschule Essen bei Nicolaus A. Huber und Thomas Neuhaus sowie in Graz bei Beat Furrer. Seine Arbeiten entstanden u. a. am IRCAM Paris, am C.S.C. Centro di Sonologia Computazionale Padova, am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, am IEM Institut für Elektronische Musik und Akustik Graz und am elektronischen Studio der Akademie der Künste Berlin.

    Seine Stücke wurden vom Thürmchen Ensemble, dem Ensemble Modern, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Klangforum Wien, dem ensemble Intégrales und anderen wichtigen Ensembles aufgeführt. 2008 entstanden Musiktheaterstücke mit Herbordt/Mohren und Daniel Kötter. 2002 gründete er zusammen mit Maximilian Marcoll das Elektronikduo dis.playce.

    Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a.war er Stipendienpreisträger der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik 2002, Stipendiat der Akademie der Künste Berlin 2002/03 und des DAAD 2003/04, Preisträger des Wettbewerbs Impulse 2005 und des Kompositionswettbewerbs des Bremer Landesmusikrates 2006.

    Hannes Seidl lebt in Frankfurt am Main.

    Weitere Informationen unter:www.stock11.de

     




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