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    > Programm der CD         > Notiz zur Musik         > Lebenslauf         > Werkliste (Auswahl)

     

     


     

    Programm der CD

           
    1         Trio 12:11 anhören
      für für Violine, Violoncello und Klavier (1978)    
      Grüneburg-Trio:    
      Ulrich Koneffke, Klavier - Susanne Stoodt, Violine    
      Joachim Griesheimer, Violoncello    
           
    2 Passacaglia I 09:15 anhören
      für Orchester (1980)    
      Radio-Sinfonieorchester Frankfurt    
      Ltg. Lucas Vis    
           
    3 5 Gesänge der Schirin 09:52 anhören
      für Sopran und Gitarre (1983)    
      Maria Karb-Bienefeld, Sopran - Rolf Ellmer, Gitarre    
           
    4 Zyklus 08:21 anhören
      für Trompete solo (1984/85)    
      Malte Burba, Trompete    
           
    5 Streichquartett 20:41 anhören
      (1984/85)    
      Buchberger-Quartett:    
      Hubert Buchberger, Violine - Beate von Stumpff, Violine    
      Joachim Etzel, Viola - Helmut Sohler, Violoncello    
           
           

    Zur Musik

     

    "Mein Komponieren empfinde ich als integralen Bestandteil meines Lebens. Die Beschäftigung mit Musik im Allgemeinen und der kompositorische Gestaltungsprozess im Besonderen sind mir zunehmend zum Bedürfnis und zur primären Lebensäußerung geworden. Der Umgang mit Musik erschließt mir ganz besondere Einsichten und Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit Innen- und Außenwelt, die sich mit der Vielzahl von Eindrücken aus anderen Lebensbereichen zu einer Gesamtheit von Welterfahrung zusammenschließen und meine persönliche Weltsicht prägen und entwickeln.

    Der kompositorische Gestaltungsprozess ist der Kulminationspunkt, in dem alle Aspekte dieser Weltsicht zusammenfließen, sich durchdringen und zu einer Einheit verschmelzen, die dann im Werk Gestalt gewinnt und zur Aussage wird."

     

    Gerhard Müller-Hornbach

     

     

    "Es gibt heute wenige Komponisten, deren Musik-Erfindung so bruchlos aus ihrer Musikausübung in ihrer instrumentalen Praxis herauswächst, wie Gerhard Müller-Hornbach. Kein Wunder, dass Müller-Hornbach 1981 mit Claus Kühnl das Mutare Ensemble Frankfurt begründete, an dessen Spitze er in den vergangenen Jahren eine Vielzahl zeitgenössischer und älterer Werke aufführte. In sein Komponieren fließt ein stark pragmatisches Moment ein - dergestalt, dass ihm Musik nicht abstrakt aufgrund eines bloß mentalen Konzepts entsteht, sondern aus der Vision von Klang, von Tonfolgen oder -konstellationen. Das Gehör komponiert mit, wenn Müller-Hornbach Musik erfindet, und er hat keineswegs im Sinn, den akustischen Apparat des Menschen über seine naturgegebenen Grenzen hinauszutreiben, sondern akzeptiert diese als Maßeinheit für sein Komponieren. "

     

    Sigfried Schibli

     

     

     

     


    Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     

    Gerhard Müller-Hornbach, Jahrgang 1951, studierte zwischen 1972 und 1978 an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Komposition und Schulmusik) und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität (Musikwissenschaftund Gesellschaftswissenschaften). Seine kompositorischen Studien bei Hans Ulrich Engelmann wurden ergänzt durch Kurse bei Isang Yun, Brian Ferneyhough, Gerard Grisey, Cristobal Halffter und Helmut Lachenmann.

     

    Bereits während des Studiums trat Gerhard Müller-Hornbach mit zahlreichen Kompositionen an die Öffentlichkeit. Er wurde durch Stipendien des Sekles-Fond und der Grothe-Stiftung und durch Einladungen zu Festivals für Neue Musik wie den Internationalen Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, dem Gaudeamus Festival und dem Workshop des Siegerlandorchesters gefördert und erhielt dort die Gelegenheit, seine Werke (zum Teil unter eigener Leitung) aufzuführen.

     

    Mit Beendigung des Studiums weitete sich die Tätigkeit als Komponist und Dirigent weiter aus und wurde durch die Lehrtätigkeit ergänzt. Gerhard Müller-Hornbach übernahm zunächst eine Dozentur an der Alanus-Kunsthochschule in Bonn. Es folgten ein Lehrauftrag und 1981 eine Professur an der Frankfurter Musikhochschule. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Rompreis (Villa Massimo) ausgezeichnet.

     

    1982 gründete Gerhard Müller-Hornbach zusammen mit dem Komponisten Claus Kühnl das Mutare Ensemble, das sich 1990 zum Mutare Theater Ensemble erweiterte. 1994 fand als Produktion dieser Gruppe die Uraufführung von "Fünf zu Acht 5:8" - Musiktheater von Gerhard Müller-Hornbach (Regie: Andrea Schwalbach) im Rahmen der 1200-Jahrfeier der Stadt Frankfurt statt.

     

    Beim Projekt Response - Neue Musik in der Schule, das mit dem Günther Berg-Preis (Kuratorium kulturelles Frankfurt) ausgezeichnet wurde, arbeitete Gerhard Müller-Hornbach 1992/93 und 1994 mit.

     

    Neben zahlreichen Kammermusikwerken entstanden in den letzten Jahren zwei komplexe Kompositionen: "Wir sind ein Teil der Erde", eine groß-dimensionierte Raumkomposition nach der Rede des Häuptling Seattle, die im Rahmen der Frankfurt Feste '87 uraufgeführt wurde und "Die Gesänge der Liebe" nach dem "Hohen Lied Salomons" für Solisten, Chor und Orchester.

     

     


    Werkliste (Auswahl, Stand: Erscheinungsjahr der CD)

         
        Orchester auch mit Gesang
         
    1976           Wandlungen in D
        für Orchester
         
    1980   PASSACAGLIA l
        für Orchester
         
    1981   PASSACAGLIA II
        für 13 Instrumente
         
    1982   Gesänge der Schirin
        für Sopran, Viola d'amore und 21 Streicher
         
    1983/86   Gesänge der Liebe
        Komposition in 7 Teilen nach den Worten aus dem Hohen Lied Salomons
        für Soli, Chor und Orchester
        1. Teil: Überwältigung ...Werdet trunken in Liebe
        2. Teil: Traumgesang ...Da ist die Stimme meines Freundes
        3. Teil: Gesang der Sehnsucht ...Denn ich verzehre mich...
        4. Teil: Gesang der Nacht ...Bis die Schatten der Nacht verdämmern
        5. Teil: Gesang von der Schönheit ...Wie schön und lieblich bist du...
        6. Teil: Zwiegesang ...Unser Bett ist nun das blühende Gras...
        7. Teil: Hymne ...Stark wie der Tod...
         
    1985/87   ... Wir sind ein Teil der Erde...
        Komposition aus Klang, Licht und Bewegung nach Gedanken aus der Rede des Häuptlings Seattle, gehalten 1855 vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten
        für Soli, Chor und Orchester
         
    1991   Momente der Annäherung
        für 12 Bläser und Kontrabas
         
         
        Kammermusik
         
    1978   Trio
        für Violine, Violoncello und Klavier
         
    1978   Capriccio
        für Violine
         
    1978   Ritual
        für 2-6 Flöten
         
    1979   Bewegte Stille
        für Flöte, Oboe, Violine, Viola und Violoncello
         
    1983   Drei Nachtstücke
        für Bariton (oder Mezzosopran), Violoncello, Horn und Klavier
         
    1983   Momente
        für Bläsersextett (2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner)
         
    1983   Fünf Gesänge der Schirin
        für Sopran und Gitarre
         
    1984/85   Streichquartett
         
    1984/85   Zyklus
        für Trompete
         
    1988   Spiral
        Passacaglia für Klavier
         
    1989   ...Die sich berühren...
        Komposition für Sopran, Flöte, Gitarre und Schlagzeug
         
    1990   An der Schwelle
        für Violoncello solo
         
    1992   Raumtänze
        für vier Klaviere
         
    1993   ...wie Spuren...
        für Klarinette und Klavier
         
         
        Musiktheater
         
    1993/94   Fünf zu Acht - 5:8
        Musiktheater für Licht, Tanz, Stimme und Percussion
         
         



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