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  • WER 6578 2, Erscheinungsdatum: 2. August 2010

     

    > Programm der CD        > Notiz zur Musik         > Lebenslauf


     

     

     

    1        

    Le Contredésir (2004)

    14:18 

     

    Ensemble Modern

     

     

     

    2

    On Love I (2005)

    12:12

    für Qanun und Ensemble 

     

     

     

    Bassem Alkhouri, Quanun
    Ensemble Modern
    Leitung: Martyn Brabbins

     

     

    3-4

    On Love II (2006)

    10:16

    für Klavier und Ensemble

     

    Herrmann Kretzschmar, Klavier
    Ensemble Modern
    Leitung: Martyn Brabbins

     

    5-9

    Les Deux Visages de l'Orient (2006)                                

    15:44

    Ulrike Stortz, Violine

     

     

     

     

    10-16       

    Études mystérieuses (I-VII) (2007)      

    11:08

     

    Noriko Kawai, Klavier

     

     

     

    17

    The Sublime (2007)

    12:34

     

    für Ensemble

     

     

     

     

    Ensemble Modern
    Leitung: Franck Ollu

     

     

     


     

    Zur Musik

     

    Saed Haddad interessiert sich nicht für Personenkult; als Komponist steht er über der auf Massenkompatibilität und schnellen Erfolg ausgelegten Mentalität, die in seiner  Generation  überhandnimmt.  Genauso  wenig  geht  es  ihm  um  die  Verbreitung brillanter „Ideen“ auf Kosten bedeutungsvoller „Musik“. Vielmehr ist Haddad ein ständig hinterfragender, sich selbst kritisierender Komponist, verpflichtet der Muse der Musik und der „traurigen“ Welt der „ernsten Musik“ – einer Welt, in der die Selbstgefälligen, also diejenigen, die nur unterhalten werden wollen, und die Gefallsüchtigen, also diejenigen, die diese Nachfrage nur zu gern befriedigen, den Ton angeben, wenn nicht sogar herrschen. Für Haddad hingegen braucht „gute Musik“ – neben verschiedenen nicht greifbaren Elemen ten – ein Gleichgewicht von physischen und metaphysischen Eigenschaften. Zu ersteren zählt er Schönheit, Energie, Zauber, Spannung, Virtuosität usw.; in die zweite Kategorie gehören schwer fassbare Konzepte: das Existenzielle, das Geistige und das Transzendentale.

     

    Mit einem Werkverzeichnis, das nicht wächst, sondern schrumpft, ist Saed Haddad eine Ausnahmeerscheinung – seine Anforderungen sind streng, sein kreativer Ehrgeiz rastlos. Als wir uns zum ersten Mal begegneten, hatte er für einen Komponisten von fast 30 Jahren bereits ein beträchtliches Œuvre. Keines seiner Werke aus dieser Zeit hat überlebt. Jahre später, nach seinem Studium unter George Benjamin, hat er auch seine zunehmend vollendeten Londoner Werke als hinfällig zurückgezogen. 

     

    Dan Albertson

     


     

    Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     

    Saed Haddad (*1972) wurde in Jordanien geboren und lebt heute in Deutschland. Er studierte zunächst Philosophie in Belgien, später Komposition in Jordanien, Israel und England, wo er bei George Benjamin die Doktorwürde erlangte. Er nahm an Meisterklassen u.a. von Louis Andriessen, Helmut Lachenmann und Pascal Dusapin teil.

     

    Kompositionsaufträge und Aufführungen erfolgten durch namhafte europäische  Ensembles,  Orchester  und  Festivals.  Sein Werk wurde mit  zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der „Prix de Rome“ der Villa Médici (2008–10).

     

    www.saedhaddad.com

     




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